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"Lessons learnt" - OVGU an großer CHE-Studie beteiligt

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Gemeinsam mit dem Verein Familie in der Hochschule war die OVGU an der CHE-Studie Lessons learnt im Jahr 2020 beteiligt. Die Studie stellt die Familiengerechtigkeit deutscher Hochschulen auf den Prüfstand. Jetzt haben CHE und Verein die Studie veröffentlicht.

Im Fokus standen dabei familienorientierte Strukturen, die sich während der Pandemie an den Hochschulen besonders bewährt haben oder in dieser Zeit neu entwickelt wurden. Die Studie zeigt deutlich, dass vor allem die Hochschulen gut durch die Pandemie gekommen sind, bei denen das Thema Familiengerechtigkeit auf Hochschulleitungsebene, z.B. in einem Prorektorat, gut strukturell verankert ist. Für solche Hochschulen war es leichter, ad hoc neue Unterstützungsinstrumente zu schaffen oder bestehende Maßnahmen, wie die Arbeit im homeoffice, auszubauen.

„Die aktuelle Corona-Situation zeigt, unter welchem Druck eine Vielzahl der Mitarbeitenden und Studierenden unserer Hochschulen stehen. Vor allem Frauen leisten nach wie vor den Großteil der Care-Arbeit und erreichen derzeit etwa durch geschlossene Kitas und Schulen zunehmend ihre Belastungsgrenzen“ erläutert Sarah Wenz vom Vorstand Familie in der Hochschule e.V. „Was wir brauchen, ist eine noch stärkere Familienorientierung und schnelle, wirksame, aber auch langfristige Maßnahmen zur Entlastung insbesondere der weiblichen Hochschulangehörigen, um einer Benachteiligung und möglichen Gefährdung ihrer beruflichen Karriere vorzubeugen“, so Wenz, die beim Karlsruher Institut für Technologie die Geschäftsstelle Chancengleichheit leitet.

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Der Verein Familie in der Hochschule e.V. hat im Jahr 2020 gemeinsam mit dem CHE die Familiengerechtigkeit an deutschen Hochschulen auf den Prüfstand gestellt. Im Fokus standen dabei familienorientierte Strukturen, die sich während der Pandemie an den Hochschulen besonders bewährt haben oder in dieser Zeit neu entwickelt wurden. Die Studie zeigt deutlich, dass vor allem die Hochschulen gut durch die Pandemie gekommen sind, bei denen das Thema Familiengerechtigkeit auf Hochschulleitungsebene, z.B. in einem Prorektorat, gut strukturell verankert ist. Für solche Hochschulen war es leichter, ad hoc neue Unterstützungsinstrumente zu schaffen oder bestehende Maßnahmen, wie die Arbeit im Homeoffice, auszubauen.

Für die CHE Studie befragten die Autor*innen der Untersuchung im Sommer 2020 Familienverantwortliche an sechs deutschen und einer österreichischen Hochschule. Alle Hochschulen sind Mitglied von Familie in der Hochschule e.V. Im Fokus standen dabei familienorientierte Strukturen an den Hochschulen, die sich während der Pandemie an den Hochschulen besonders bewährt haben oder in dieser Zeit neu entwickelt wurden.

„Hochschulen, bei denen das Thema Familienorientierung bereits vor Corona an oberster Stelle Priorität war, konnten im Krisenmanagement punkten und wertvolle Zeit gewinnen“ stellt Frank Ziegele die Haupterkenntnis der Untersuchung in der vom CHE veröffentlichten Pressemitteilung heraus. „Das Thema sollte deshalb auch nach der Krise flächendeckend an allen Hochschulen auf Leitungsebene personell verankert werden, um familienfreundliche Entwicklungen am Campus zu beschleunigen“, fordert der Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Die Studie hat ebenfalls gezeigt, dass auch die Flexibilisierung in der Hochschulverwaltung in deutlich stärkerem Maße möglich ist als bisher angenommen. Die bisherige Annahme, dass für Verwaltungstätigkeiten im Gegensatz zu wissenschaftlicher Arbeit Präsenz erforderlich ist, ist überholt. In beiden Bereichen kann es konkrete Tätigkeiten geben, die am Arbeitsort besser funktionieren, aber in beiden Tätigkeitsfeldern ist Arbeit im Homeoffice möglich. Die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice birgt ein großes Potential für die Freisetzung von Zeitressourcen, die den Familienalltag erleichtern können. Sie sollte daher von allen Mitarbeitenden – dort wo es möglich ist – gleichermaßen genutzt werden können.

Missstände und Entwicklungsbedarfe sind während der Pandemie besonders im Bereich der Karriereförderung und Personalentwicklung deutlich geworden. So wurde die bereits bestehende Benachteiligung von Professorinnen und weiblichem wissenschaftlichem Nachwuchs durch die Doppelbelastung während der Pandemie besonders offenkundig, da die sogenannte Care-Arbeit, also Pflegetätigkeiten oder Kinderbetreuung, in dieser Zeit vermehrt von Frauen aufgefangen wurde.

Daher fordern sowohl der Familie in der Hochschule e.V. als auch Frank Ziegele vom CHE, dass die Honorierung von Care- und Gremienarbeit, wie sie an einigen Hochschulen bereits für den Bereich Leistungsbeurteilung diskutiert wird, auch in Berufungs- und Einstellungsverfahren praktiziert werden sollte. Nur so könne die enorme zeitliche und logistische Leistung der Wissenschaftler*innen mit familiären Verpflichtungen gewürdigt und ihr berufliches Fortkommen im Wissenschaftsbetrieb gesichert werden.

 

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 Die Studie des CHE finden Sie hier.

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Ergebnisse der Corona-Semester-Auswertung

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Gemeinsam mit Studierenden verschiedener Fakultäten hat das Familienbüro die lehrveranstaltungsfreie Zeit genutzt und die beiden digitalen Corona-Semester ausgewertet. Die Ergebnisse:

 

Grundsätzliches

Nach Schließung von Kita und Schule war lernen für Prüfungen kaum möglich, da Kinderbetreu­ung/ homeschooling tagfüllend sind. Lernzeiten tendierten so gegen Null. Es herrscht also eine mas­sive Konkurrenz von Betreuungs- und Qualifikationsaufgaben ohne Notbetreuung. Erst seit Mitte Februar haben Studierende Anspruch auf Notbetreuung. Studierende konnten durch das Online-An­gebot zwar an mehr LV teilnehmen als in Präsenzlehre, mussten dann aber viele Prüfungen in den späteren Prüfungszeitraum oder ins kommende Semester schieben.

 

Screenshot 1

 Lob für Flexibilität der Lehrenden v.a. im WiSe

  • Änderung der Prüfungsformate (z.B. von Klausur zur HA) war gut möglich.
  • Viele Lehrende sind auf besondere Problemlagen der Eltern verständnisvoll eingegangen.
  • Anwesenheitspflichten wurde häufig gelockert.
  • Asynchrone Online-Veranstaltungen sind sehr familienfreundlich.

 Lob für die UB

  • Das digitale Angebot der UB hat den Studierenden sehr geholfen. Sowohl der digitale Lie­ferservice als auch die Möglichkeiten, Bücher vorzubestellen und mit Termin abzuholen, stellten sicher, dass an Hausarbeiten, Referaten etc. gearbeitet werden konnte.

Verbesserungsmöglichkeiten

  • Online-Veranstaltungen (v.a. Vorlesungen) sollten immer aufgezeichnet und den Studieren­den (auf Wunsch) zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt auch für die Rückkehr zur Prä­senzlehre, denn der Mitschnitt stellt sicher, dass Eltern die Inhalte auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal bearbeiten können.
  • Synchrone Online-LV ohne Mitschnitt – teilweise auch mit Anwesenheitspflicht – sind für Eltern schwierig. Damit werden studierende mit Familienpflichten benachteiligt. Es wäre gut, wenn alle Beteiligten auf diesen Sachverhalt in den entsprechenden Gremien (Corona-Krisenstab, KSL; Senat, Rundmails über den Personalverteiler etc.) noch einmal ausdrück­lich hinweisen.
  • Möglichst wenig LV sollten in den Randzeiten stattfinden– also vor 9 und nach 17 Uhr, denn wenn Kita/ Schule geöffnet sind, öffnen diese meist erst 7 Uhr. Dies gilt auch für die Rück­kehr zur Präsenzlehre. Vor allem große VL, die für mehrere Studiengänge Pflichtveranstal­tungen sind, sollten nicht mehr in den Randzeiten angeboten werden.

 Screenshot 2

 

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Auswertung Coronasemester

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Das zweite von der Corona-Pandemie gekennzeichnete Semester geht dem Ende entgegen. Wir alle haben in den vergangenen Monate vor neuen Herausforderungen und Problemen in der Vereinbarkeit von Studium und Familie gestanden. Online-Lehre, Online-Prüfungen, geschlossene Schulen und Kita haben unseren Studien- und Familienalltag sehr verändert. Und auch die kommende Zeit wird wohl weiterhin unter dem Vorzeichen der Kontaktbeschränkungen u.ä. stehen.

Die Familienbeauftragte läd Sie herzlich zu einem Erfahrungsaustausch ein. DAs Treffen findet über Zoom am 15.2. von 9-11 und am 17.2. von 13-15 Uhr statt. Die Familienbeauftragten der Fakultäten sind ebenfalls zu dem Treffen eingeladen, so auch immer eine mit der Fakultät und den Studiengängen vertraute Ansprechperson dabei sein wird. Gerne können Sie auch vorab Themen benennen, zu denen Sie sich unbedingt mit mir, den Kolleg*innen aus den Fakultäten und den anderen studierenden Eltern austauschen möchten.

Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung mit einer Email an loreen.lesske@ovgu.de an. An alle angemeldeten Teilnehmer*innen werden die Zugangsdaten einen Tag vor der jeweiligen Veranstaltung verschickt.

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Letzte Änderung: 25.02.2021 - Ansprechpartner: Webmaster OVGU